Die Aierschachd’l der K G O ist 22 Jahre alt

Karlsruhe 2003


„Vom Badehaus zum Narrenhaus“

Der Wunsch der Aktiven der KGO ein Vereinsheim zu haben, in dem man ungestört interne Sitzungen und Proben abhalten kann, hat den damaligen Präsident Werner Koch und seine Mannen veranlasst, ein geeignetes Domizil zu suchen.
Im Hinterhaus der Lachnerstraße 3 in einem alten Lagerschuppen wurde man 1968 fündig.
Decken und Wände wurden mit Eier-Verpackungskartons verkleidet, was dem Vereinsheim auch zu dem Namen verhalf. Sichtbare Balken wurden belassen, dekorative Balken wurden hinzugefügt. Eine rustikale Theke und der große ovale Tisch, alles selbst gemacht, verstrahlten wohltuende Gemütlichkeit (wer erinnert sich noch an den Lokus von damals). Ein großes Gemälde, ca. 450 x 220 cm, von G. Heinold gemalt zierte die große Rückwand.
Planung, Organisation und Bauleitung, einschliesslich tatkräftiger Mithilfe besorgte der damalige und mein Vorgänger, Rolf Hennrich.
1978 zum 10 jährigen Bestehen wurde komplett neu renoviert und eine Toilette eingebaut. Die Zuleitung für das Wasser und das Abwasserrohr wurde in Eigenleistung der Aktiven Mitglieder bewerkstelligt. Das alte Gemäuer erstrahlte in neuem Glanz.

1980 kam der große Schock: die Räumlichkeiten mussten wegen Eigenbedarf gekündigt werden.

Nun einige Anmerkungen zum Haus Ostendstraße 5:
Das Haus wurde etwa um 1890 erbaut, 1910 wurde eine Badeanstalt eingebaut, welche von Fam. Herrmann 1920 übernommen und betrieben wurde (Man sieht die große Zeichnung an der Wand). Da in dieser Zeit kaum Bäder oder Duschen in den Wohnungen vorhanden waren, war der Zulauf doch sehr groß. Frau Emma Herrmann schloss 1970 das Bad aus Altersgründen, da kein Nachfolger zu finden war. Nun stand die Anlage still.

Werner Obel erinnerte sich an das alte Oststadtbad. Der damalige Vizepräsident Rolf Hennrich wurde beauftragt mit der Hausbesitzerin Kontakt aufzunehmen.

So fand die KGO durch Zufall in der Ostendstraße 5 eine neue „Bleibe“

Werner Koch und sein Vize machten Nägel mit Köpfen. Der ehemalige Präsident und Architekt Hajo Winterlich stand den Helfern als Berater kostenlos zur Verfügung. Aus 5 Badekabinen entstand dieser Raum, Wände wurden eingerissen, ein neuer Boden wurde verlegt, Wasser und Elektroleitungen wurden neu installiert, neue Gasleitungen verlegt. Türen wurden eingebaut, der „Klo“ wurde renoviert. Eingang und Außenfassade wurden hergerichtet. Knochenarbeit in über 1100 Arbeitsstunden ohne Entgeld. Nicht zu vergessen die vielen Spender (Liste).

Dann kam der Spruch:

„Jetzt sin mer fertig, Gott sei Dank
des obends schaffe macht oim krank
doch allen zur Freud henn mer des g`macht
jetzt mache mer wieder Fasenacht“

 

So eröffne ich im 79sten Jahr des Bestehens der KGO die Oststadtfasenacht mit dem Motto
 

“Vom Badehaus zum Narrenhaus“
22 Jahre Aierschachd’l

mit einem dreifachen HELAU ...